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Samstag, 15. April 2017

Gesellschaftsrechtliche Verflechtungen zwischen der deutschen Holding bzw. AG und Carpevigo Liechtenstein bestehen meines Wissens nicht mehr. Ich denke, die Aktien der Liechtenstein-AG werden direkt von Privatpersonen gehalten (wohl Neureuther).

Hallo Rolf,

ich denke mal, dass bei einer Insolvenz / Zwangsversteigerung der Carpevigo AG deren Assets (Objektgesellschaften) meistbietend versteigert werden (oder auch im Paket). Soweit ich weiß, hat die Liechtensteiner Gesellschaft die Anleihegelder direkt an die Objektgesellschaften verliehen, so dass die Liechtensteiner Bonds von einer Insolvenz der Carpevigo AG nicht berührt wären. Wenn die Objektgesellschaften dann in neue "starke" Hände kommen, wäre das durchaus vorteilhaft.
Gesellschaftsrechtliche Verflechtungen zwischen der deutschen Holding bzw. AG und Carpevigo Liechtenstein bestehen meines Wissens nicht mehr. Ich denke, die Aktien der Liechtenstein-AG werden direkt von Privatpersonen gehalten (wohl Neureuther).
Es bleibt also spannend, welches Schicksal die Liechtenstein-AG bei einer möglichen Insolvenz der Carpevigo AG nimmt.
Hast du Detailinfos zu den Rechtsverhältnissen der Liechtenstein-AG (wer ist Aktionär, wer ist Schuldner gegenüber der Liechtenstein-AG)?

Letztendlich läuft aber alles auf die Frage der Klärung der Rechtsmissbräuchlichkeit hinaus, weswegen der Gesamtfall definitiv beim BGH landen wird. Ein Urteil wird m.E. mit der Fälligkeit der Bonds 2021 zusammenfallen, Insolvenz kann aber natürlich auch schon vorher eintreten. M.E. liegt diese Entscheidung in der Hand der Banken, die die laufenden Rechtstreite sicherlich nicht mit Wohlwollen betrachten. Wenn 2021 nicht gezahlt werden kann, wird für eine dritte Umschuldung die Luft jedenfalls dünn werden.

Gruß

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